Ausschnitte aus der Jubiläumsschrift 100 Jahre Kulturverein Glarus Süd
Im Jahr 1923 wurde in Schwanden eine "Gemeindestube" gegründet. Der damalige Regierungsrat Alfred Tschudi war als Vorsteher der kantonalen Armen- und Vormundschaftsdirektion, Gemeindepräsident, Therma-Verwaltungsrat und Präsident des Gemeindestuben-Initiativkomitees einer der Väter der Gemeindestube.
In der Gemeindestube fand erstmals im Jahr 1923 mit den Therma-Arbeitern eine Weihnachtsfeier statt, die dannzumal "Altersweihnacht" genannt wurde. Eingeladen wurden alle "alten, einsamen und kranken Leute" der Kirchhöri Schwanden (Mitlödi, Sool, Schwändi, Haslen, Nidfurn und Schwanden).
70 Jahre funktionierte die Gemeindestube ausgezeichnet, ohne Statuten, ohne Hauptversammlung, ohne Rechnungsabnahme. Die Gemeindestube war sogar über all die Jahre Mitglied der Vereinigung alkohlfreier Restaurants.
Mit der Eröffnung des Gemeindezentrums in Schwanden eröffneten sich plötzlich ganz neue Möglichkeiten. So entstand 1992 der "Verein Gemeindestube Schwanden" und später, im Jahr 2016 änderete der Verein seinen Namen in die heutige Bezeichnung "Kulturverein Glarus Süd".
Der neue Name deutet an, was der Verein tut: Er veranstaltet Kultur, Konzerte, Lesungen, Kleinkunst. Der einstige Name "Gemeindestube" erinnert an einen gemütlchen Innenraum. Mit Kunst und Unterhaltung hat er auf den ersten Blick kaum etwas zu tun. Aus Traditionsgründen erscheint im Logo nach wie vor, kleingedruckt der alte Name "Gemeindestube Schwanden". Er ist bist heute für die Einwohner von Glarus Süd "ein Begriff" geblieben.